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10.03.2017 / 17:27 - Rubrik: Kultur

Ausstellung: Helga Elben

Ausstellung: Helga Elben


Götter, Helden und andere Menschen

Die Kunst- und Museumsbibliothek zeigt vom 11. März bis zum 23. April 2017 die Ausstellung ´Helga Elben: Götter, Helden und andere Menschen´.

Die Ausstellung wird am Freitag, den 10. März 2017, um 19.00 Uhr im Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstraße 1) eröffnet. Zur Ausstellungseröffnung wird Dr. Hans Günter Golinski (Direktor Kunstmuseum Bochum) in die Ausstellung einführen.

In der Kunst- und Museumsbibliothek werden Arbeiten von Helga Elben (1930-2014) gezeigt, in denen sie Zeichnung, Malerei, Collage und besonders Schrift miteinander verbunden hat. Ihre eigene Handschrift in den Bildern und Büchern ist als zeichnerisches Element entscheidender Teil der Bildwirkung. Auf diese Weise entstand in Helga Elbens Bildserien, in ihren Künstlerbüchern, die sie als Unikate oder in kleinen Auflagen herausgebracht hat, in ihren Leporellos und in ihren unzähligen Skizzenbüchern eine komplexe Bilderwelt. In deren Mittelpunkt leben Menschen.

Dazu gehören für Helga Elben auch die griechischen Götter, die sich in der Mythologie nur durch ihre Allmacht von den Menschen unterscheiden, aber durch ihr allzu menschliches Verhalten den Menschen nahe sind. So hat sie dem menschenfreundlichsten der griechischen Götter, Hermes, ein eigenes Künstlerbuch gewidmet. Und Helden? Helga Elben hat in Texten und Bildern darüber nachgedacht, wie Menschen zu diesem Titel kamen. Auch hier ist es unter anderem ein Künstlerbuch, und zwar über Columbus, in dem sie Überlegungen dazu visualisiert.

So durchziehen Mythologie und Geschichte die Arbeit der Künstlerin in vielen Facetten. Das führte Helga Elben weiter zu den ´anderen Menschen´ in der Literatur, in der Kunst und in Erlebnissen des Alltags. Sie ließ sich von literarischen Texten, ob von Kleist, Heine oder Italo Calvino inspirieren, von Rembrandt oder unbekannten Kunstwerken aus dem Museum von Palermo. Sie war eine Entdeckungsreisende, die die Menschen beobachtete, wie sie die Schönheit bewundern, die Vergänglichkeit erleiden, Selbstbehauptung zeigen und den Alltag bewältigen. Dabei erlaubte sich Helga Elben durchaus auch ein mildes ironisches Lächeln über ´Menschliches´.

Zahlreiche Arbeiten von Helga Elben befinden sich in öffentlichen Sammlungen. Dazu gehören u.a. das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig, das Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf, das Kleist-Museum Frankfurt (Oder), Kunstmuseum Bochum, das Victoria and Albert Museum London, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Klingspor Museum Offenbach und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.







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